Medienkonzept
(erstellt 1/2003, überarbeitet 1/2005, 11/2007, 5/2010, 7/2015)

Auburg-Schule Wagenfeld
Oppenweher Str. 15, 49419 Wagenfeld
Tel: 05444/309, Fax: 05444/994675



Gliederung

1. Vorbemerkungen

2. Geschichte und Bestandsaufnahme

       2.1 In welchen Fächern/Bereichen werden PC und Internet genutzt?

       2.2 Kenntnisse des Kollegiums

       2.3 Vorkenntnisse der Schüler/innen

3. Pädagogisch-didaktisches Konzept

4. Schulpläne

       4.1 Schulplan - 1. Schuljahr

       4.2 Schulplan - 2. Schuljahr

       4.3 Schulplan - 3. Schuljahr

       4.4  Schulplan - 4. Schuljahr

5. Angestrebte technische Ausstattung

6. Qualifizierung des Kollegiums

7. Darstellung des Projekts in der Öffentlichkeit

 

1 Vorbemerkungen

Der Arbeit mit Computern an unserer Schule liegen folgende pädagogische Ansätze zugrunde:

Durch die Nutzung unseres Computerraumes im Klassenverband oder im Förder-/Forderunterricht sollen die Kinder den Umgang mit den neuen Medien lernen. Unser Computerraum ist mit elf vernetzten Rechnern mit DSL-Anschluss, Drucker und Scanner ausgestattet. Weiterhin existiert ein Förderraum mit vier vernetzten Rechnern.

Die Arbeit an den Computern in einigen Klassenräumen kann der Differenzierung während des Unterrichts dienen. Die Computer sind vernetzt und in Medienecken mit weiterem Freiarbeitsmaterial integriert.

 

2 Geschichte und Bestandsaufnahme

Die Grundschule Wagenfeld begann nach den Sommerferien im Jahr 2000 mit der Einrichtung eines Computerraumes. Für die Umsetzung wurde zunächst zwei Lehrkräften, später noch einer Lehrkraft jeweils eine Freistellungsstunde gewährt, später erfolgte die Betreuung des Computerraums ohne Freistellungsstunde. Das Medienkonzept ist von N21 als förderungswürdig anerkannt worden, im entsprechenden Jahr sind aber keine Fördermittel mehr ausgezahlt worden.

Durch die Zurückstellung anderer Maßnahmen wurden im Jahr 2000 im Rahmen des Schuletats Mittel zur Verfügung gestellt. Von diesem Geld erstand die Schule zwei PCs (AMD K6), die beide im Rahmen der Initiative “Schulen ans Netz” über einen kostenlosen Internetzugang verfügten. Im Jahr 2001 ermöglichten uns der Schuletat und eine Spende die Anschaffung von drei neuen PCs (Pentium Celeron). Als weitere Hardware besitzen wir einen Drucker und einen Scanner. Die Landesregierung stellte Mittel zur Verfügung, aus denen im März 2002 ein AMD Athlon XP 1600 mit kostenlosem DSL-Anschluss und ein Drucker für das Lehrerzimmer angeschafft wurden.

Seit Februar 2002 sind die Computer im Computerraum miteinander vernetzt. Diese Vernetzung nahm unser wichtigster Sponsor, ein örtliches Computergeschäft,  kostenlos vor. Die Netzwerkkarten und das nötige Kabel wurden von anderen Sponsoren dazu gestiftet. Die Vernetzung ermöglicht allen Kindern an den PCs den Zugang zum Internet. Mit dem kostenlosen DSL-Anschluss im März 2002 verringerten sich die Ladegeschwindigkeiten.

Nach der PCB-Sanierung stand uns seit Herbst 2004 ein größerer Computerraum zur Verfügung. Es wurden im Rahmen der Sanierung neue Computertische angeschafft und ein Server bereitgestellt. Mit Hilfe des Schuletats wurde die Ausstattung der Computerraumes so erweitert, dass elf in etwa „gleichstarke“ Geräte zur Verfügung stehen. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurden auch die einzelnen Klassenräume miteinander vernetzt.

Im Mai 2010 wurden die unterschiedlichen Computer im Computerraum durch gleichartige und leistungsstärkere Geräte ersetzt. Alle frei werdenden PCs ersetzen mittlerweile veraltete Geräte im Förderraum und in den Klassenräumen.

Im Jahr 2015 ist erneut eine komplette Neuanschaffung der PCs im Computerraum angestrebt, da die älteren PCs mit Windows XP laufen, dessen Support eingestellt worden ist. Zudem erweisen sich die älteren PCs für die moderne Lernsoftware als zu langsam.

 

2.1 In welchen Fächern/ Bereichen werden PC und Internet genutzt?

Der Computerraum unserer Schule wird in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch, im Förderunterricht, im Bereich Deutsch als Zweitsprache und in einigen Halbjahren von einer Computer-AG genutzt. Die Schule verfügt über eine eigene Homepage, die von den Kindern besucht wird. Die Computer in den Klassenräumen werden neben anderen Freiarbeitsmaterialien zur inneren Differenzierung verwendet.

 

2.2 Kenntnisse des Kollegiums

Das gesamte Kollegium hat Kenntnisse im Umgang mit dem Computer. Alle schreiben ihre Zeugnisse auf dem PC und nutzen die Textverarbeitung zur Erstellung von Arbeitsblättern. Zur Unterrichtsvorbereitung sucht sich ein großer Teil der Kolleginnen und Kollegen häufig Informationen aus dem Internet. Die schuleigene Homepage wurde viele Jahre von einer Lehrkraft betreut. Diese Arbeit hat ein engagiertes Elternteil übernommen.

In der Schule nutzen viele Lehrkräfte die vorhandenen Lernprogramme zur Vertiefung der Unterrichtsinhalte. In den Klassen wird Lernsoftware eingesetzt, Texte auf dem PC verfasst und Informationen aus dem Internet eingeholt.
2.3 Vorkenntnisse der Schüler/innen

Die weitaus meisten Familien in Wagenfeld verfügen über mindestens einen Computer. Die Praxis in der Schule zeigt, dass dennoch vielen Kindern Erfahrung im Umgang mit dem PC fehlt. Es ist zu vermuten, dass der Computer oft ausschließlich für Spiele genutzt wird. Die Kinder, die über einen eigenen PC verfügen, zeigen größere Sicherheit im Umgang mit den Grundfunktionen eines Computers.

 

3. Pädagogisch-didaktisches Konzept

Während der Entwicklung des Medienkonzepts tauchte die Frage nach der Notwendigkeit von Computern in der Grundschule auf. Da Internet und Multimedia zu immer wichtigeren Arbeitsmitteln in allen Bereichen unseres Lebens werden und eine kompetente Nutzung entscheidenden Einfluss auf den späteren Beruf und das Leben haben werden, konnten wir die Frage nach der Notwendigkeit bejahen. Kinder sollen  im Unterricht der Grundschule erfahren, wie sie einen Computer sinnvoll einsetzen können. Allerdings ist es erforderlich, alle Medien (Bücher, Filme, Hörspiele u.ä.) in ein Gesamtkonzept „Medienerziehung“ einzubinden. Die Entwicklung einer eigenen Medienkompetenz soll bereits in der Grundschule ansetzen, damit Kinder einen verantwortlichen Umgang mit Medien erlernen.

Der Anteil der Familien mit eigenem PC ist in unserer Gemeinde stark gestiegen. Aus den Erzählungen der Schülerinnen und Schüler lässt sich ableiten, dass zu Hause der Computer nahezu ausschließlich für Spielanwendungen genutzt wird.  Die Grundschule hat die Aufgabe, ein Basiswissen zu vermitteln und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eines Computers den Schülern nahe zu bringen. Dabei gilt es besonders darauf zu achten, dass das Selbstwertgefühl der Mädchen und ihr Zutrauen in ihre technischen Fähigkeiten gestärkt wird.

An unserer Schule bietet ein separater Computerraum die Möglichkeit, mit einer Klasse am PC zu arbeiten (2 Schüler pro PC). Außerdem kann er für Arbeitsgemeinschaften und den Förderunterricht genutzt werden. Die Kinder vertiefen in Einzel- oder in Teamarbeit anhand entsprechender Lernsoftware ihr Wissen. Sie können in ihrem individuellen Lerntempo ihre Aufgaben erledigen. Die Kinder lernen, zusammen zu arbeiten und sich gegenseitig zu helfen. Unterrichtsinhalte können überwiegend selbstständig geübt werden. Empfehlenswert sind Lernprogramme, die die Schulbücher sinnvoll ergänzen. Zu unseren eingeführten Schulbüchern existieren diese Programme. Weitere Lernprogramme erweitern das Erarbeitete. Die Eigentätigkeit der Kinder wird angeregt und die Lernfreude gefördert. Sie arbeiten mit hoher Motivation.

Im Förderraum kann mit einer Kleingruppe an vier Computern gearbeitet werden.

Durch das Aufstellen von PCs im Klassenraum in einer Medienecke, die auch andere Medien, z.B. Stempelkästen, Klassenbücherei, Lernspiele, LÜK enthält, kann eine innere Differenzierung erfolgen. Die Einbindung guter Lernprogramme in den Unterricht ermutigt und fördert die Kinder und erhält die Lernfreude. Die neuen Medien können hierbei für zügig arbeitende Kinder, im Rahmen der Freiarbeit, des Wochenplans oder des Stationenlernens im gleichen Maße wie andere Medien eingesetzt werden. Auch leistungsschwächere Schüler können zu neuen Lernanstrengungen geführt werden, da gute Lernsoftware das Üben und Wiederholen erleichtert und durch die "Geduld" des PCs  die Motivation steigt.
Die Informationsbeschaffung aus dem Internet ist besonders im Sachunterricht für die Kinder sehr motivierend. Im Rahmen eines "Internetseepferdchens" werden bei uns einige Klassen mit dem sinnvollen Umgang mit dem Internet vertraut gemacht.

Die Kinder sollen motiviert werden, sowohl in der Schule als auch zu Hause die Homepage zu besuchen.

 

4 Schulpläne

Die nachfolgend aufgeführten Schulpläne stellen einen Rahmen dar, der von den Fachkonferenzen und auch den einzelnen Lehrkräften jederzeit erweitert werden kann.

Auf der Gesamtkonferenz vom 4.9.2002 wurden die Schulpläne vorgestellt und genehmigt, sie wurden fortlaufend um neu angeschaffte Software ergänzt.

 

4.1 Schulplan - 1. Schuljahr

Umgang mit dem Computer:

- Starten und Herunterfahren des Computers
- Umgang und Training mit Maus und Tastatur
- Starten von Programmen
- Anweisungen über die Lautsprecher befolgen
- Einloggen bei www.antolin.de und Fragen zu Büchern beantworten

 

Mögliche Lernsoftware:

Einführung in die erste Software: schulbuchbegleitend "Fara und Fu", Duden Mathe 1,  Lernwerkstatt 8, "Oriolus Deutsch und Mathematik",  "MaTris", "Löwenzahn"

 

4.2 Schulplan - 2. Schuljahr

Umgang mit dem Computer:

- Systematische Fortführung des im 1. Schuljahr Erlernten
- eventuell Verfassen von kleinen Texten
- eventuell Zeichenwerkzeuge kennen lernen
- Umgang mit dem Drucker
- Kinderseiten im Internet aufrufen
- Fragen bei antolin.de beantworten (sinnerfassendes Lesen)

 

Mögliche Lernsoftware:

schulbuchbegleitend „Fara und Fu 2“, Lernwerkstatt 8, Duden Mathe 2, Löwenzahn, GUT 1

 

4.3 Schulplan - 3. Schuljahr

Umgang mit dem Computer:

- Systematische Fortführung des in der 1. und 2. Klasse Erlernten
- Benennen der wichtigsten Computerkomponenten
- Fragen bei antolin.de beantworten (sinnerfassendes Lesen)
- Altersgerechte Orientierung im Internet, Informationsbeschaffung mit Hilfe von Suchmaschinen für Kinder (z.B. "Blinde Kuh"), schülerrelevante Seiten kennenlernen, eventuell "Internetseepferdchen"
- ggf. als AG: Tastaturschreibkurs
- ggf. im Rahmen einer Computer-AG: - Kennenlernen einer Textverarbeitung, Internet-ABC, PAINT

 

Mögliche Lernsoftware:

Denken und Rechnen 3, GUT 1, Duden Mathe 3, Duden Deutsch 3, Sachunterricht Pusteblume 3, Lernwerkstatt 8, Oriolus Mathe und Deutsch, Löwenzahn,
für den Förderunterricht: Bausteine Deutsch Klasse 3 (wenige Einzellizenzen)
ggf. Playway-Rainbow Edition 3 (aus den Heften der Kinder)

 

4.4 Schulplan - 4. Schuljahr

Umgang mit dem Computer:

- Systematische Fortführung des in den ersten drei Schuljahren Erlernten
- Sinnvolles Surfen im Internet, Gefahren des Internets
- Informationen zu bestimmten Lerninhalten mit Hilfe von Suchmaschinen im Internet finden
- Fragen bei antolin.de beantworten (sinnerfassendes Lesen)
- eventuell "Internetführerschein"
– ggf. als AG: Software Internet-ABC
- ggf. als AG:  Schülerzeitung, Beiträge für die schuleigene Homepage

 

Mögliche Lernsoftware:

Denken und Rechnen 4, Duden Deutsch 4, Duden Mathematik 4, Pusteblume Sachunterricht 4, Oriolus Deutsch und Mathe, GUT 1, Löwenzahn, Lernwerkstatt 8
Im Förderunterricht: Bausteine Deutsch Klasse 4 (wenige Einzellizenzen)
ggf. Playway-Rainbow-Edition 4 (aus den Heften der Kinder)

 

5. Angestrebte technische Ausstattung

Die Rechner im Computerraum sind auf einen gemeinsamen technischen Stand gebracht worden, der ein an allen Plätzen gleiches und schnelles Arbeiten ermöglicht. Die Windows-Clients waren wie empfohlen zeitweise mit dem HD Guard ausgerüstet, der unbeabsichtigte Änderungen  verhindern bzw. rückgängig machen sollte. Das hat sich nicht bewährt, da auch die Ergebnisse der Kinder in der Lernsoftware beim Neustart nicht mehr vorhanden waren.

Die durch das Rechnerupgrade freiwerdenden Rechner sollen als Stand-alone-Systeme in den Klassenräumen und im Förderraum weiterhin genutzt werden.

Die Neuinstallation von Software und die Behebung kleinerer Probleme nahm bisher eine Lehrerin der Schule vor. Mittlerweile kümmert sich ein Elternteil gegen eine kleine Bezahlung um viele Dinge. Bei größeren Problemen bzw. notwendigen Reparaturen stehen zwei örtliche Computerhändler zur Verfügung.

 

6. Qualifizierung des Kollegiums

Jede Lehrkraft der Schule verfügt privat über einen PC, der meist als Schreibwerkzeug verwendet wird, um beispielsweise Arbeitsblätter, Listen, Protokolle oder Aushänge zu erstellen. Alle Lehrkräfte erstellen ihre Zeugnisse am Computer und nutzen das Internet zur Informationsbeschaffung.

Neue Software wird in aller Regel in den entsprechenden Fachkonferenzen vorgestellt.

In der Vergangenheit haben sich viele Lehrkräfte durch VHS-Kurse und vergleichbare Fortbildungen am PC geschult. Mittlerweile gehören die Computer zum Alltag und alle Lehrkräfte verfügen über ein recht umfangreiches Wissen über Textverarbeitung und über das Internet.

 

Darstellung des Projekts in der Öffentlichkeit

Die Eltern sollen auf Elternabenden, Fachkonferenzen und weiteren Informationsveranstaltungen über die Ausstattung des Computerraums und das Konzept der Computerarbeit informiert werden. Hierbei soll besonderer Augenmerk auf die vorhandene Lernsoftware gelegt werden. Die Eltern erhalten auch Tipps zum Erwerb geeigneter Software, Hinweise auf Bildungsserver (z.B. www.nibis.de). Auf der Homepage finden sich nicht nur viele Fotos, sondern auch Schülerbeiträge, Schultermine und wesentliche Informationen zu unserem Schulleben.